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Susanne Boeckler als Pastorin eingeführt

16.02.2010

Der Garten Eden ist überall 

... wo man zu Hause ist. Das ist das Fazit der ersten Predigt von Pastorin Susanne Boeckler nach ihrer Amtseinführung in Vehrte.

Einen ersten Schritt hierzu haben die Nachbarn am Vehrter Kirchweg getan. Sie haben Frau Boeckler und ihren zukünftigen Mann mit einem bunten Willkommenskranz an der Haustür zum Einzug begrüßt. 

Am 14. Februar feierte eine große Gemeinde dann die Amtseinführung nach einer kurzen Vakanzzeit von nur drei Monaten. 

Susanne Boeckler hatte am 2. Weihnachtstag ihre Aufstellungspredigt. Die einhellige Meinung der Besucher nach dem damaligen Gottesdienst und dem anschließenden Empfang: Sie ist sehr nett und passt bestimmt gut in unsere Gemeinde. Genau das wurde auch jetzt wieder bestätigt. Frau Boeckler  hat sich dann in den letzten Kontakten vorgestellt. Sie bringt viele unterschiedliche Erfahrungen aus ihren bisherigen Gemeinden mit. Das wird uns gut tun. 

Nach dem Einzug mit dem Kirchenvorstand, Pastoren aus Lüneburg und dem Kirchenkreis Georgsmarienhütte sowie Frau Superintendentin Doris Schmidtke begrüßte Pastor Arne Schipper aus der Nachbargemeinde Belm, die zu einem Viertel von Frau Boeckler mitbetreut wird, die vielen Gemeindemitglieder aus Vehrte, Icker und Belm. Er konnte aber auch Freunde und Vertreter aus dem ökumenischen Gemeindezentrum St. Stephanus in Lüneburg, der letzten Wirkungsstätte von Frau Boeckler, sowie Angehörige von ihr und ihrem Lebensgefährten, Herrn Dr. Christoph Busch, begrüßen. Arne Schipper freute sich, nach einem „vollen Haus“ zur Verabschiedung von Schröders und zu Weihnachten zum dritten Mal innerhalb des letzten halben Jahres in einer übervollen Kirche zu stehen. Stühle mussten zusätzlich aufgestellt werden. Viele Gottesdienstbesucher fanden zudem einen warmen Platz auf der Heizungsverkleidung. 

Lautstark und gestenreich begrüßte der Kinderchor Frau Pastorin Boeckler und die versammelte Gemeinde mit dem Lied „Gott sucht dich“. 

Die Ernennungsurkunde der Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann wurde verlesen. 

„Dienet einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes.“ 

Dieses Wort aus dem 1. Petrusbrief stand über der Einführungspredigt von Frau Superintendentin Doris Schmidtke. Sie hob die besonderen „Gaben“ und Erfahrungen von Frau Boeckler hervor: 

Wirken in einer kleinen Landgemeinde in der Lüneburger Heide, 

Arbeit in dem ökumenischen Gemeindezentrum St. Stephanus in Lüneburg – die Ökumene in Vehrte mit der katholischen Nachbargemeinde Icker wird groß geschrieben – 

kirchliche Arbeit  in London, dabei mangels eines Gemeindezentrums auch mal Konfirmandenarbeit in einer Gaststätte, wie in einem Zeitungsartikel zu lesen war, 

und Fortbildungen in Seelsorge und Beratung. 

Die besonderen „Gaben“ der Kirchengemeinde Vehrte und ihrer Mitarbeiter sind nach den Erfahrungen der Superintendentin: 

„Nahrhaft und schmackhaft“ – die gute Bewirtung hat sich wohl rumgesprochen -, 

kommunikativ - der Vorgänger im Amt, Superintendent Dr. Michael Schröder, hatte ein spezielles Hobby: Gemeindebrief Kontakte und Internetseite johki.de. 

viele Gruppen und Kreise, die von Ehrenamtlichen geleitet werden und damit gut aufgestellt sind. 

Das gibt es natürlich auch in Belm, dazu noch Kindergarten, Kinderhort, diakonische Anlaufstelle „miteinander“. 

Sendung und Segensworte der Assistenten Pastorin Grünenklee aus Lüneburg, Frau Bartels aus Lüneburg und Kirchenvorstandsvorsitzende Ruth Jarecki aus Vehrte folgten. 

In ihrer anschließenden Predigt machte sich Pastorin Susanne Boeckler mit einer „Landkarte“ auf die Suche nach dem Garten Eden und fand heraus, dass der Garten Eden keinen bestimmten Platz hat, sondern überall da ist, wo man sich zu Hause und gut aufgehoben fühlt. Genau das wünschen wir ihr und ihrem zukünftigen Mann hier in Vehrte. 

Diakon Andreas Hartelt überbrachte Grußworte der katholischen Nachbargemeinde Icker. An dem zur Zeit laufenden ökumenischen Seminar „Heiße Eisen in Theologie und Kirche“ hat Frau Boeckler schon teilgenommen. 

Für die politische Gemeinde Belm sprach Bürgermeister Bernhard Wellmann und übergab zwei Bücher mit alten Ansichten aus der Gesamtgemeinde. Da Frau Boeckler in ihrer Predigt mit einer Landkarte unterwegs war, wird der Bürgermeister ihr bei ihrem nächsten Besuch im Rathaus einen Ortsplan zukommen lassen. 

Für die Vehrter Vereine überbrachte Frank Jansing Grüße, der sich auch als Nachbar über das wieder bewohnte Pfarrhaus freut. 

Neben dem Kinderchor wirkten der Gospelchor und der Posaunenchor sowie Organist Dirk Haeberle an diesem Einführungsgottesdienst mit.   

Beim anschließenden Empfang waren Frau Boeckler und Herr Busch bald von Menschen umringt, die gratulierten und weitere Grüße aussprachen. Das Zusammensein im Gemeindehaus der Johanneskirche war von der Freude geprägt, nach recht kurzer Vakanzzeit in Vehrte und Belm wieder eine neue Pastorin zu haben.

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