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Kirchenrundgang


Wir laden Sie ein zu einem Rundgang durch die Johanneskirche. Sie wurde 1964 gebaut.
 
 
Das Gemeindezentrum   
 

Vom Kirchplatz aus gelangt man durch die schwere, mit Kupfer bezogene Kirchentür, gearbeitet von Gemeindegliedern aus dem Holz über 100jähriger Eichen des Hofes Droste in Vehrte, in das Innere der Kirche.   
 

Den Griff des Kirchenportals bildet eine Taube.


Passend hierzu wurde in späteren Jahren von dem Kirchenvorsteher Wiegand Regula ein gleicher Türgriff aus Kupfer...

             
...für den Turm und...                                                       ... für die Eingangstür zum Gemeindehaus handgearbeitet.
   

 

 

In der Kirche selbst fällt als erstes die schön gestaltete Rückwand ins Auge.

In der Chronik zum 25jährigen Kirchweihfest heißt es hierzu:

Wie mit leichter Hand in das Glas geschnitten, beleben Linien und Farben die vertikalen Flächen, deren Transparenz magisch beherrscht wird von dem Betonglasrahmen, der die Altarrückwand wie eine Aureole umgibt. Die einzigartige Wirkung wird durch die Klinkerverblendung der Altarrückwand ungemein verstärkt.

 

 

 

Der Altar fügt sich sehr gut in den Kirchenraum ein.   
   

Wie die Leuchter, das Taufbecken und das Lesepult wurde auch das Altarkreuz aus Bronze hergestellt.

Hierzu sagt die Chronik von 1990:

Es stellt durch die eingearbeitete Licht- und Schattenwirkung die Leidensstationen Christi dar und führt durch dessen Tod zur Erhöhung, zum Leben.

Dies wird deutlich durch den quaderförmigen Mittelpunkt, um den sich schemenhaft die Splitter der Dornenkrone lagern.

 

 


Wunderschön ist auch das Relief über dem Altar. Es zeigt die Anbetung der 24 Ältesten. Sie stellen die Gemeinde dar, die dem, der auf dem Thron sitzt – hier das Lamm mit den sieben Siegeln und dem angedeuteten Kreuz – ihre Huldigung bringen.   
   

In Offenbarung 5,1 - 14 heißt es:

Und ich sah in der rechten Hand dessen, der auf dem Stuhl saß, ein Buch, beschrieben inwendig und auswendig, versiegelt mit 7 Siegeln. Und ich sah einen starken Engel, der rief aus mit großer Stimme:
Wer ist würdig, das Buch aufzutun und seine Siegel zu brechen?

Und ich sah... mitten zwischen dem Stuhl und den 4 Tieren und zwischen den Ältesten stand ein Lamm, wie geschlachtet... und sie sprachen:

"Du bist würdig, das Buch zu empfangen und seine Siegel zu öffnen."



Die Kanzel - in Blickrichtung links vor dem Altar - stellt das neue Jerusalem dar. Die Tore der Stadt sind quaderförmig mit schimmernder Glaseinlage um ein deutlich hervortretendes Viereck angeordnet.

In Offenbarung 21 sieht Johannes in einer Vision: ..."Das heilige Jerusalem aus dem Himmel hernieder kommen von Gott... Und sie (die Stadt) hatte eine große und hohe Mauer und hatte 12 Tore... von Osten 3 Tore, von Norden 3 Tore, von Süden 3 Tore, von Westen 3 Tore... Und die 12 Perlen, ein jedes Tor war aus einer einzigen Perle... Und die Stadt bedarf keiner Sonne, noch des Mondes, dass die ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm."   
 

Auf der rechten Seite vor dem Altar sehen wir das Lesepult (Ambo).

 

  

Der sehr schlichte Taufstein enthält ein wunderschönes Taufbecken.   


Die Orgel vor der Vorderfront auf der Empore wurde von dem Orgelbaumeister Alfred Führer, Wilhelmshaven, im Frühjahr 1971 eingebaut.    
   

Im Beisein mehrerer Kirchenvorsteher und Gemeindeglieder wurden in der Glockengießerei Bachert in Karlsruhe am 6. August 1965 drei Bronzeglocken mit Inschriften und Zierfiguren gegossen:

die kleine Taufglocke - nahet Euch zu Gott, so naht er sich zu Euch -, die mittlere Trauglocke - Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit - und die große Betglocke - ich bin die Auferstehung und das Leben -.

Mit einem Pferdefuhrwerk wurden die Glocken am 8. September 1965 vom Hof Droste zum Kirchplatz gebracht.

 

Eine neue Andachtsecke ist im Januar 2011 in der Johanneskirche geschaffen worden. Viele Menschen nutzen die Möglichkeit, in Kirchen Kerzen anzuzünden. Die Motivation ist vielfältig: Dankbarkeit oder die Bitte um Hilfe für einen geliebten Menschen oder sich selbst, im Zusammenhang mit einem Gebet,  guten Wünschen oder innigen Gedanken. Der Kirchenvorstand hat überlegt, was in dieser Richtung in der Johanneskirche getan werden könnte. Es gab ganz viele Ideen, Diskussionen und Pläne, die  aber wieder verworfen wurden. Schließlich wurde professionelle Hilfe geholt bei dem Künstler Tobias Kammerer, der die Glaswand geschaffen hat.

 Im Jubiläumsjahr 2015 - 50 Jahre Johannes-Kirchengemeinde - gab es in der Johanneskirche eine Ausstellug des Künstlers Reinhard Scholtissek. Eines seiner neuesten Kunstwerke war das Holzbild "Kreuzigung". Dieses Bild sprach alle Kirchenbesucher besonders an, so dass die Kirchengemeinde sich dazu entschloss, es anzukaufen und rechts neben den Altar vor die freie Wand zu stellen.                                                                                                                                     Hierzu schreibt Pastor Karl Asbrock:                                                                                                 Auf den ersten Blick fehlt eigentlich alles, was das Geschehen auf Golgatha zum Kreuzesgeschehen macht: Das Kreuz selbst. Es fehlt der Querbalken. Wo ist die Inschrift INRI, die das Kreuz von den anderen unterscheidet. Und ER fehlt auch: Der Corpus Christi. Eine Kreuzigungsszene, die auf Wesentliches verzichtet, der Wesentliches fehlt. Und dennoch: Da ist das Holz. Der Stamm. Nicht gemalt, sondern eingepflanzt in den Malgrund. Das Holz, verwittert, gesprungen, gerissen und beschädigt wie der Körper, den man an dem Holz vermutet. Das Holz schreit mit geöffnetem Mund. Und da sind die Nägel. Es sind die krummen, rostigen, benutzten Nägel der Kreuze dieser Welt. Sie sind so alt und verwittert wie das Holz. Sie erzählen von den Kreuzigungen, den Leiden und Folterungen in der Nachfolge dieses einen Kreuzes. Und da ist das Blut. Es erinnert an SEIN Blut. An das Blut im Abendmahl. An das Blut des Lammes, einst verstrichen über den Hütten der Israeliten vor dem Exodus. Neu erinnert am Blut von Golgatha. Holz, Nägel und Blut - das bleibt. Gott sei Dank ist es nicht dabei geblieben.