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Foto: Siegfried Wenning
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Advent

Jahr für Jahr

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Jahr für Jahr im Dezember erinnern sich Christen in der Adventszeit daran, dass Gott in die Welt gekommen ist. Mit den Menschen zu biblischen Zeiten sind heutige Christen in der Hoffnung verbunden, dass sich am Ende alles gut füge: dass das Licht die Dunkelheit besiegt, dass Gott alle Tränen abwischen und dass eine Zeit unendlichen Friedens einkehren wird. Gründe genug, in der Adventszeit abzuwarten und getrost Tee zu trinken.

Aller Augen warten auf Gott

Die Psalmen strotzen vor begnadetem Gottvertrauen. Ein gutes Beispiel gibt der Beter des 145. Psalms. Entgegen aller menschlichen Erfahrung ist er davon überzeugt, dass Gott es am Ende gut ausgehen lassen wird – dass er die Niedergeschlagenen aufrichtet und die Hungrigen sättigt. Es lohnt sich also, zu warten. Und es ist sinnvoll, sich während des Wartens im Gebet an die guten Erfahrungen mit Gott zu erinnern.

Am Ende der Wartezeit steht die Freude

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Warum sollte man überhaupt warten? Das Buch der Sprüche bietet eine überzeugende Antwort. All jene, die gerecht sind (also gottgefällig leben), werden am Ende des Wartens Freude erleben. Wer sein Leben jedoch gottlos verbracht hat, wird die Verdammnis spüren und verloren sein.

Die Seele wartet

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Wer einmal Nachtdienst gemacht hat, kennt die erlösende Kraft des ersten Morgenlichtes: „Bald ist meine Arbeit zuende und ich kann nach Hause gehen und mich ausruhen.“ So ähnlich, meint der Psalmist, geht es der menschlichen Seele. Noch mehr als ein Nachtwächter wartet sie auf die ersten Lichtstrahlen des Morgengrauens, die den neuen Tag ankündigen. Die Seele kann geduldig warten, denn sie weiß: Das Licht wird kommen. Jeden Tag neu.

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Wohlwollende Gedanken

Sehr tröstlich spricht der Prophet Jeremia zu den Menschen: Sie dürfen hoffend warten auf ein gutes Ende. Das ist nicht nur spirituell gemeint, sondern sehr konkret. Denn Jeremia will den Jerusalemern Mut machen, die fern der Heimat im fernen Ninive leben müssen. Nach siebzig Jahren werde Gott sie zurück in die Heimat führen, verheißt Jeremia den Deportierten und versichert ihnen: Während der Wartezeit werde Gott „Gedanken das Friedens und nicht des Leides“ haben.

In Geduld warten

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Der Apostel Paulus hatte ein Problem: Viele Christen warteten darauf, dass Christus in Bälde aus dem Himmel zu ihnen zurückkehren werde. Doch die Wiederkunft („Parusie“) blieb aus. Das christliche Leben, erkannte Paulus, ist eine Wartezeit, bis der Herr wiederkommt. Der Messias war da, hatte in der Welt gelebt – und doch muss die Welt weiter auf ihn warten. Aber wie? Zwei Dinge sind Paulus wichtig. Die Christen sollen sinnvoll und gemeinschaftlich leben. Und sie sollen die Hoffnung auf die Wiederkunft Christi nicht aufgeben. „Geduldig ausharren“, heißt das Gebot der Stunde, denn „wir sind zwar gerettet, doch auf Hoffnung“.

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Wenn de Kinner luschern an die Fenster
Und horchen, ob da Glöcken bimmeln
Und dörch die Nacht biehnah wie Gespenster
De Wienachts- mann und sine Peer kommen vom Himmel
Dat is de schönste Tid im Jahr
denn Wiehnachten is nu da.