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Sakramente

Taufe, Konfirmation, Kirchliche Trauung, Sterben & Trauern

Foto: Svena Langer

Warum wird getauft?
In der Bibel wird berichtet, dass Jesus Christus selbst getauft wurde (z. B. am Anfang des Markus-Evangeliums) und später seinen Jüngern den Auftrag gab: „Geht hin und macht zu Jüngern alle Völker: Tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ (Matthäus-Evangelium 28,19-20).

Wer kann getauft werden?
Die christlichen Kirchen taufen Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Die Taufe ist das Zeichen, dass jemand ab diesem Zeitpunkt zur Gemeinschaft der Christinnen und Christen gehört. Ihr geht eine freie Entscheidung voraus. Für Kinder (bis 14 Jahren) entscheiden in der Regel die Eltern über die Taufe. Sie werden bei der christlichen Begleitung ihres Kindes von Menschen unterstützt, die mit der Taufe ein Patenamt annehmen. Die evangelische und katholische Kirche erkennen gegenseitig die einmalige Taufe an. Sie gilt das ganze Leben.

Wann wird getauft?
Die Taufe ist in jedem Lebensalter möglich. Traditionell werden bei uns Säuglinge und kleine Kinder auf Wunsch der Eltern getauft. Mit der Konfirmation bestätigen diese Kinder ihre Zugehörigkeit zur Kirche. Ab 14 Jahren kann selbst über eine Taufe entschieden werden. Gespräche und Informationen bereiten Jugendliche und Erwachsene auf die Taufe vor.  Selbstverständlich können auch Kinder, die nicht getauft sind, am Konfirmanden-Unterricht teilnehmen und sich in dieser Zeit taufen lassen.

Wo und wie wird getauft?
Die Taufe geschieht in der Regel in einem Gottesdienst, mit den Worten aus dem Matthäus-Evangelium (s. o.) und den Zeichen von Wasser, Kreuz und Handauflegung. Dazu gehört auch ein frei gewähltes Bibelwort, der Taufspruch. Die Taufe sollte einige Wochen im Voraus im Gemeindebüro oder Pfarramt angemeldet und ein Termin für ein vorbereitendes Gespräch mit dem Pastor vereinbart werden. Meistens ist die Taufe Grund für ein Familienfest.

Wer wird Patin/Pate?
Eltern oder Kinder unter 14 Jahren wählen sich ihre Paten/Patinnen frei aus. Die Voraussetzung für das Patenamt ist die Zugehörigkeit zu einer christlichen Kirche. Einen sogenannten Patenschein der Gemeinde, in der man gemeldet ist, stellt auf Anfrage das jeweilige Büro oder Pfarramt aus, wenn die Taufe in einer anderen Gemeinde/Kirche stattfinden wird.

Symbol in der Kirche
Ein optisches Symbol zur Aufnahme des Täuflings in unsere Kirchengemeinde ist ein Fisch aus Holz, auf dem der Name und weitere Texte oder Bilder stehen können. Der Fisch wird an einem Netz befestigt, das in der Kirche an der Wand hängt.

Quelle: Ev.-luth. Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen; angepasst an unsere Gemeinde

Auswahl an Taufsprüche
Foto: Svena Langer

Was bedeutet die Konfirmation?
In der evangelischen Kirche werden die meisten Mitglieder schon als Säugling oder Kleinkind getauft; mit der Taufe werden sie in ihre Kirchengemeinde aufgenommen. Später, etwa im Alter von 14 Jahren, bekommen sie dann die Möglichkeit, noch einmal selbst zu bestätigen, dass sie zur Kirche gehören wollen. Die Bezeichnung „Konfirmation“ leitet sich vom lateinischen Wort confirmare (bestätigen) ab. Im Konfirmationsgottesdienst wird den jungen Menschen Gottes Segen zugesprochen und sie werden in ihre Kirchengemeinde aufgenommen. Damit sie ihre Zustimmung bewusst geben können, besuchen sie vor der Konfirmation den Konfirmandenunterricht ihrer Gemeinde, der von Pastorinnen und Pastoren, Diakoninnen und Diakonen erteilt wird. Oft werden diese im Konfirmandenunterricht auch von Ehrenamtlichen unterstützt.

Wie ist der Konfirmandenunterricht organisiert?
In den vergangenen Jahren haben sich verschiedene Formen des Konfirmandenunterrichts entwickelt, die sich an der Alltagsorganisation der Schülerinnen und Schüler und ihrer Familien orientieren. In der Johanneskirchengemeinde findet der Unterricht knapp zwei Jahre lang für die Schülerinnen und Schüler der siebten und achten Klassen an Blocktagen, mit Kursen oder in Projektform statt und die Teilnahme an einem Pfingstzeltlager ist vorgesehen.

Was wird von meinem Kind erwartet?
Die Teilnahme am Konfirmandenunterricht und der dazugehörige Besuch von Gottesdiensten sind natürlich freiwillig, werden aber für die Konfirmation als notwendig vorausgesetzt. Wenn Ihr Kind und Sie sich für die Konfirmation und den Unterricht entschieden haben, ist die regelmäßige Teilnahme unbedingt sinnvoll. Im Einzelfall kann häufige Abwesenheit und das dadurch gezeigte Desinteresse ein Anlass sein, eine Schülerin oder einen Schüler nicht zu konfirmieren. Neben der „Pflicht“ gibt es im Konfirmandenunterricht aber natürlich auch die „Kür“: Gemeinsame Feste, Veranstaltungen und Freizeiten gehören einfach dazu und sind immer wieder echte Höhepunkte in der „Konfi-Zeit“.

Was muss ich tun?
Jugendliche, die nach den Sommerferien die 7. Klasse besuchen bzw. in diesem Jahr zwölf Jahre alt werden oder geworden sind, können am Donnerstag, dem 6. Juni (19 Uhr, Gemeindehaus) und während der Bürostunden im Pfarrbüro zum Konfirmandenunterricht angemeldet werden.

Die Konfirmanden-Zeit beginnt mit einem Kennenlerntag am 14. September mit Übernachtung in der Kirche und dem Jugendgottesdienst am 15. September, in dem die neuen Konfis begrüßt werden. Über den weiteren Verlauf der Konfirmanden-Zeit erhalten Sie bei der Anmeldung Informationen.
Die Konfirmation findet im Frühjahr 2021 statt.
Bitte bringen Sie zur Anmeldung die Taufbescheinigung Ihres Kindes mit. Die befindet sich meistens im Stammbuch. Natürlich kann Ihr Kind auch am Konfirmandenunterricht teilnehmen, wenn es noch nicht getauft ist. Die Taufe werden wir dann während der Konfirmandenzeit nachholen.

Schatzkiste
Das Team zur Unterstützung des Konfirmanden-Unterrichtes hat für die aktuellen Vorkonfirmanden (und nachfolgende Jahrgänge) eine Schatzkistenaktion überlegt. Die Konfirmandengruppe baut und gestaltet eine Kiste, in die regelmäßig an sich selbst geschriebene Briefe der Konfirmanden hineinkommen. Jeweils am Ende eines Blocktages können sie ihre Erfahrungen des Tages, oder was sie sonst beschäftigt, in einen Brief an Gott schreiben und den Brief in der Schatzkiste ablegen: vergleichbar einem Tagebuch. Die Schatzkiste hat ihren Platz gut sichtbar im Altarbereich der Kirche. Kurz vor der Konfirmation erhalten die Konfirmanden ihre Briefe ausgehändigt und können daran ihre Unterrichtszeit noch einmal nachvollziehen oder mit dem Team besprechen.

 

Quelle: Ev.-luth. Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen; angepasst an unsere Gemeinde

Foto: Archiv Landeskirche Hannover

Warum Kirche und Standesamt?
Für Eheschließungen sind in Deutschland grundsätzlich die Standesämter zuständig, hier werden die Paare gesetzlich getraut. In der Kirche wird die bereits geschlossene Ehe dann von beiden Partnern vor Gott und der Gemeinde bezeugt; gemeinsam bitten Brautpaar und Gemeinde um Gottes Segen für die Verbindung.

Können wir uns für unsere Trauung eine Kirche aussuchen?
Die kirchliche Trauung versteht sich nicht vorrangig als eine Dienstleistung der Kirche, sie ist vielmehr eine öffentliche Gottesdienstfeier der Gemeinde aus Anlass einer Trauung – dazu lädt auch das Glockengeläut ein. Der Gottesdienst findet in den meisten Fällen in der Kirchengemeinde statt, in der Sie leben; zumindest ein Partner muss Kirchenmitglied sein. Ist einer der beiden Partner Mitglied einer anderen christlichen Kirche, so ist in vielen Fällen die Feier eines gemeinsamen ökumenischen Gottesdienstes in einer der Kirchen möglich. Bedenken Sie bitte, dass Pastor oder auch die Kirche zu Ihrem Wunschtermin möglicherweise nicht zur Verfügung stehen, sprechen Sie daher die Termine frühzeitig ab.

Wie ist der Ablauf?
Einige Zeit vor dem Traugottesdienst wird sich der Pastor mit Ihnen zum Traugespräch verabreden; bei diesem Gespräch können Sie dann alle Dinge ansprechen, die Sie geklärt wissen wollen. Gerne dürfen Sie auch Wünsche zurm Ablauf des Gottesdienste - etwa zur musikalischen Gestaltung - äußern. Im Vorfeld des Gespräches mit dem Pastor können Sie sich bereits Gedanken über einen Trauspruch aus der Bibel machen oder Lieder, die Ihnen gefallen, aus dem Gesangbuch heraussuchen.

Quelle: Ev.-luth. Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen; angepasst an unsere Gemeinde

Foto: Archiv Landeskirche Hannover

Wo finde ich Unterstützung?
Wo kann ich in dieser Situation Trost, Hilfe und Unterstützung finden? Diese Frage haben Sie sich möglicherweise auch schon gestellt, wenn Sie einen schwerstkranken oder sterbenden Angehörigen zuhause betreuen. Ehrenamtliche, ausgebildete Hospizmitarbeiterinnen und -mitarbeiter können Ihnen eine Hilfe sein: Sie begleiten Sterbende und Schwerstkranke und deren Angehörige zuhause. Die Mitarbeitenden des SPES VIVA Trauerland Belm oder SPES VIVA e.V Ostercappeln  haben Zeit für Gespräche und Fragen und sind dabei an die Schweigepflicht gebunden; sie entlasten Sie, wenn Sie sich überlastet fühlen; sie bleiben bei der oder dem Kranken, wenn Sie außer Haus müssen; sie suchen gemeinsam mit Ihnen nach Menschen und Angeboten, die Sie stärken und trösten können. Informationen zum Ambulanten Hospizdienst und Kontaktmöglichkeiten finden Sie auf dieser Internetseite: https://www.spes-viva.de/kontakt.html

Was muss ich vor der kirchlichen Bestattung tun?
Wenn in Ihrer Familie ein Todesfall eingetreten ist, wird Sie das beauftragte Bestattungsinstitut wahrscheinlich bei den ersten notwendigen Schritten unterstützen; wenn Sie es wünschen, wird auch der Kontakt zum Pastor  der Kirchengemeinde des Verstorbenen hergestellt. Telefonisch können Sie ein Treffen zur Vorbereitung der kirchlichen Bestattung vereinbaren; natürlich können die engsten Angehörigen des oder der Verstorbenen an diesem Treffen teilnehmen. Soll die Trauerfeier an einem anderen Ort, etwa dem früheren Wohnort des Verstorbenen, stattfinden, so müssen Sie in Absprache mit der dortigen Kirchengemeinde klären, wer die Trauerfeier durchführt. Bei dem Trauergespräch können Sie dem Pastor von der Persönlichkeit des Verstorbenen erzählen und Ihre eigenen Wünsche für die Trauerfeier darstellen – etwa wenn Sie sich ganz besondere Musik wünschen. Sie sollten es auch ansprechen, wenn weitere Redner während der Trauerfeier zu Wort kommen möchten. Findet im Anschluss an die kirchliche Trauerfeier keine Erdbestattung statt, begleitet Sie der Pastor gerne bei der späteren Urnenbeisetzung. Bitte stimmen Sie den Termin der Beisetzung in diesem Fall mit dem Bestatter und dem Pfarramt ab.

Und wenn der Verstorbene nicht zur Kirche gehörte?
Verstorbene werden nur dann kirchlich bestattet, wenn sie sich zu Lebzeiten zu unserer Kirche zugehörig fühlten und dies auch durch ihre Mitgliedschaft bestätigt haben. Dies hat nichts mit Ausgrenzung zu tun, vielmehr soll niemand im Nachhinein vereinnahmt werden. Unsere Kirche will sich über eine Entscheidung, die ja – etwa bei einem Kirchenaustritt – bewusst getroffen wurde, nicht hinwegsetzen. Sind die direkten Angehörigen der oder des Verstorbenen Kirchenmitglieder, kann für sie zeitversetzt zur Beerdigung eine Trauerfeier stattfinden. Ob dies möglich ist, müssen Sie im Gespräch mit dem Pastor klären.

Quelle: Ev.-luth. Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen; angepasst an unsere Gemeinde

Ambulanter Hozpizdienst