Foto: Siegfried Wenning
Fotos: Marga Regula, Svena Langer, Cornelia Wenning
Fotos: Marga Regula, Svena Langer, Cornelia Wenning
Fotos: Marga Regula, Svena Langer, Cornelia Wenning

Ökumene

Gelebte Ökumene in Vehrte und Icker

Die Ev. luth. Johanneskirchengemeinde Vehrte und die kath Kirchengemeinde Icker veranstalten schon seit vielen Jahren gemeinsame Veranstaltungen. Im Jahr 2020 stehen die 3 Abende des Ökumenischen Seminars am Anfang. Es folgt der von einem gemischten Team vorbereitet und durchgeführte Gottesdienst zum Weltgebetstag. Ein gemeinsames Treffen der Kirchenvorstände vertieft das gegenseitige Verständnis. Weiter geht es mit einer Reise an die polnische Bernsteinküste organisiert vom Kath. Bildungswerk Icker. Das Schöpfungsabendlob wird von einem gemischten Team vorbereitet, genauso die ökomenische Begegnung zum Reformationstag.

Ökumenisches Seminar 2020: Quellen des Glaubens

Drei Abende zu „Quellen des Glaubens. Die spirituellen Schätze der Konfessionen“ erwarten Sie im Ökumenischen Seminar im Januar und Februar 2020 in Vehrte und in Icker.
„Du brauchst Gott weder hier noch dort zu suchen; er ist nicht weiter als vor der Tür des Herzens. Dort steht er und harrt und wartet.“ Meister Eckhart schrieb und predigte das vor 700 Jahren. Mit Jesus selbst teilte er die Erfahrung eines nahen Gottes, der den Menschen tröstet und leitet – wenn er sein Herz öffnet und diesen nahen Gott einlässt.
Ist das heute noch so? Was verstellt uns modernen Menschen den Zugang zu dieser unmittelbaren Glaubenserfahrung? Im Ökumenischen Seminar wollen wir uns auf die Spuren eines alten Glaubensweges machen: Die „Wüstenväter und -mütter“ wollten Gott in der Einsamkeit begegnen und entwickelten das heute immer noch praktizierte Herzensgebet. Hildegard von Bingen führt uns zu ihrer Spiritualität des Schöpfers. Der Gründer des Jesuitenordens Ignatius von Loyola – damals streng gegenreformatorisch – hat uns in seiner Art, die Bibel zu meditieren, heute auch in ökumenischer Perspektive etwas zu sagen.
Wenn wir uns auf die von diesen Glaubenszeuginnen und -zeugen erprobten Wege einlassen, werden wir auch selber andere Wege gehen können. Beim Seminar können Sie es gleich ausprobieren: Mit angeleiteten Meditationen werden Sie unterstützt, eine aufmerksame, offene, nicht wertende Haltung einzunehmen. Wir laden Sie ein zum Mitmachen und miteinander ins Gespräch kommen.

Weltgebetstag 2020: Steh auf und geh!

2020 kommt der Weltgebetstag aus dem südafrikanischen Land Simbabwe.

„Ich würde ja gerne, aber…“ Wer kennt diesen oder ähnliche Sätze nicht? Doch damit ist es bald vorbei, denn Frauen aus Simbabwe laden ein, über solche Ausreden nachzudenken: beim Weltgebetstag am 06. März 2020.

Frauen aus Simbabwe haben für den Weltgebetstag 2020 den Bibeltext aus Johannes 5 zur Heilung eines Kranken ausgelegt: „Steh auf! Nimm deine Matte und geh!“, sagt Jesus darin zu einem Kranken. In ihrem Weltgebetstags-Gottesdienst lassen uns die Simbabwerinnen erfahren: Diese Aufforderung gilt allen. Gott öffnet damit Wege zu persönlicher und gesellschaftlicher Veränderung.

Die Autorinnen des Weltgebetstags 2020 wissen wovon sie schreiben, denn ihre Situation in dem krisengeplagten Land im südlichen Afrika ist alles andere als gut. Überteuerte Lebensmittel, Benzinpreise in unermesslichen Höhen und steigende Inflation sind für sie Alltag und nur einige der Schwierigkeiten, die sie zu bewältigen haben.

Die Gründe für den Zusammenbruch der Wirtschaft sind jahrelange Korruption und Misswirtschaft und vom Internationalen Währungsfonds auferlegte aber verfehlte Reformen. Bodenschätze könnten Simbabwe reich machen, doch davon profitieren andere.

Dass Menschen in Simbabwe aufstehen und für ihre Rechte kämpfen, ist nicht neu: Viele Jahre kämpfte die Bevölkerung für die Unabhängigkeit von Großbritannien, bis sie das Ziel 1980 erreichten. Doch der erste schwarze Präsident, Robert Mugabe, regierte das Land 37 Jahre und zunehmend autoritär.

Noch heute sind Frauen benachteiligt. Oft werden sie nach dem Tod ihres Mannes von dessen Familie vertrieben, weil sie nach traditionellem Recht keinen Anspruch auf das Erbe haben, auch wenn die staatlichen Gesetze das mittlerweile vorsehen.

Die Frauen aus Simbabwe haben verstanden, dass Jesu Aufforderung allen gilt und nehmen jeden Tag ihre Matte und gehen. Mit seiner Projektarbeit unterstützt der Weltgebetstag Frauen und Mädchen weltweit in ihrem Engagement: Zum Beispiel in Simbabwe, wo Mädchen und Frauen den Umgang mit sozialen Medien einüben, um ihrer Stimme Gehör zu verschaffen; mit einer Kampagne in Mali, die für den Schulbesuch von Mädchen wirbt. Oder mit der Organisation von Wasserschutzgebieten in El Salvador, verbunden mit Lobbyarbeit zum Menschenrecht auf Wasser.

Zusätzlich möchte der Weltgebetstag das hochverschuldete Simbabwe durch eine teilweise Entschuldung entlasten. Deshalb richtet sich der Weltgebetstag, zusammen mit seinen Mitgliedsorganisationen, dem Bündnis erlassjahr.de und anderen mit einer Unterschriftenaktion an die Bundesregierung. Das Geld soll Simbabwe stattdessen in Gesundheitsprogramme investieren, die der Bevölkerung zugutekommen. Unterschriften sind auf einer Unterschriftenliste am Weltgebetstag oder online (www.weltgebetstag.de/aktionen) möglich.

Über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg engagieren sich Frauen seit über 100 Jahren für den Weltgebetstag und machen sich stark für die Rechte von Frauen und Mädchen in Kirche und Gesellschaft. Alleine in Deutschland besuchen am 06. März 2020 hunderttausende Menschen die Gottesdienste und Veranstaltungen.

Termine

  • 29.1.2020 19:30 Uhr Ökumenisches Seminar 1
  • 2.2.2020 17:00 Uhr Szenische Lesung "Das Theater um Luther"
  • 5.2.2020 19:30 Uhr Ökumenisches Seminar 2
  • 19.2.2020 19:30 Uhr Ökumenisches Seminar 3
  • 6.3.2020 Weltgebetstag
  • 3. - 7.5 2020 Fünftägige Reise an die polnische Bernsteinküste
  • 9.9.2020 Ökumenischer Schöpfungsgottesdienst
  • 31.10.2020 Ökumenische Begenung am Reformationstag